Taghazout Marokko: Das Surfdorf bei Agadir

Taghazout Marokko: Surfspots und Saison, Anreise aus Agadir und vom Flughafen, ruhige Monate und wie es ist, von der Küste aus zu arbeiten.

4 Min. LesezeitFakten geprüft am 26. September 2026

Kurz gesagt

Taghazout liegt an der Küstenstraße nördlich von Agadir, 152 Kilometer südlich von Essaouira. Der nächste Flughafen ist Agadir Al Massira, 20 Kilometer südöstlich von Agadir. Die Surfsaison dauert von September bis April, in diesen Monaten erreicht das Wasser etwa 21 Grad. Anchor Point, drei Kilometer nördlich vom Dorf, kann mit Hash Point zusammenlaufen und so eine rund zwei Kilometer lange Welle bieten. Im Sommer ist es warm, ruhig und wellenlos, das passt zu allen, die wegen des Strandes und nicht wegen der Wellen da sind.

Taghazout liegt neunzehn Kilometer nördlich von Agadir an einer Küste, die sich nordostwärts bis südwestwärts entlang der Ausläufer des Hohen Atlas zieht. Es hat 5.233 Einwohner, eine einzige durchgehende Straße, eine Moschee, Fischerboote am Sandstrand und einen Hang mit weißen Häusern, der seit den späten 1960ern von immer mehr Gästehäusern geprägt ist, seit hier das Surfen Einzug gehalten hat.

Es ist hilfreich, klar zu sagen, was Taghazout ist. Es handelt sich nicht um eine Feriensiedlung, die zufällig Wellen bietet, sondern um ein Fischerdorf, in das Surfer einzogen, und in den wellenlosen Monaten ist Taghazout noch immer das, was Fischerdörfer ausmacht.

Wie das Dorf ein Surfort wurde

Die schriftliche Geschichte des Dorfs ist spärlich, die mündliche beginnt bei den Portugiesen. Berberstämme aus den umliegenden Hügeln verteidigten diese Küste, und das Dorf war ursprünglich ein Lagerplatz für Fischereigerät, nicht zum Wohnen gedacht. Als sich der spanische Einfluss an der Küste im 19. Jahrhundert ausbreitete, entstanden Werkstätten und eine Moschee für die Familien, die zuvor im Vorgebirge campierten. So wurde Taghazout zum Dorf.

Berühmt wurde es erst in neuerer Zeit. Ende der 1960er wurde ein Strand südlich des Dorfs zur Station für junge Reisende in Südmarokko, in guten Jahren lebten dort einige Hundert in Zelten, Hütten und Campern. Das Camp wurde verboten, und an seiner Stelle traten ausgestattete Hotels und Resorts, doch das Surfen blieb und wurde zur Wirtschaftsgrundlage. 1992 wurde Taghazout Zentrum einer eigenen Gemeinde; seitdem gibt es Wasser-, Strom- und Telefonleitungen.

Die Anfahrt von Agadir und vom Flughafen

Das Dorf liegt an der Küstenstraße, neunzehn Kilometer nördlich von Agadir und 152 Kilometer südlich von Essaouira. Der nächste Flughafen ist Agadir Al Massira bei Temsia, zwanzig Kilometer südöstlich von Agadir. Er hatte 2023 rund 2,3 Millionen Passagiere; die Landebahn ist 3.200 Meter lang, das Terminal für drei Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt, was auf die hohe Saisonalität der Küste hinweist.

Ihr Transfer besteht aus zwei Etappen: vom Flughafen nach Agadir oder daran vorbei und dann weiter nach Norden entlang der Küste. Rechnen Sie mit rund einer Stunde Fahrt im Auto, abends kann es wegen Stau in Agadir länger dauern. Busse und Grands Taxis fahren zwischen Stadt und Küstendörfern, und die meisten Gästehäuser senden auf Wunsch jemanden, besonders bei viel Gepäck oder Surfbrett lohnt sich das.

Die Surfspots und die Saison

Der Grund, weshalb Gäste kommen, ist die Kette von Right-Hand-Pointbreaks. Der bekannteste ist Anchor Point, drei Kilometer nördlich des Dorfs. In guten Bedingungen beginnt die Welle dort, verbindet sich mit Hash Point und endet beim Beachbreak von Panorama’s, fast zwei Kilometer Ritt. Die Saison dauert von September bis April, das Wasser ist dann am wärmsten, bis etwa 21 Grad.

Zwischen den Pointbreaks finden Sie einfachere Wellen. Die Bucht im Dorf eignet sich zum Lernen, die Strände nördlich von Agadir, von Tamawanza (12 Kilometer entfernt) bis Aghroud (30 Kilometer), erlauben Ihnen, nach Tagesform und Wellenhöhe auszuwählen. Boardverleih und Unterricht sind heute Teil der Dorfökonomie; wer eine Woche bleibt, beginnt oft als Anfänger und fährt am Ende seine erste eigene Welle.

Flache Sommermonate, Ausflüge und die Hügel im Hinterland

Von Juni bis August ist wenig Wellengang, das Dorf verändert sich. Die Hotels sind dann mit marokkanischen Familien besetzt, das Wasser am wärmsten, und das Leben spielt sich am Strand ab. Mit Kindern ist das eine gute Zeit für einen Urlaub, für Sport-Shortboards aber die falsche Jahreszeit.

Die Hügel im Hinterland lohnen einen Tagesausflug. Das Paradise Valley im Tal hinter der Küste ist der Klassiker, entlang der Straße erklären Argan-Kooperativen alles zum Baum und verkaufen Öl. Die Küstenstraße nach Norden reiht Strand an Strand, jeder mit Parkplatz und einem Café. Stand-up-Paddling in der Bucht, Kajak, Kamelreiten am Strand und Yoga werden im Dorf angeboten. Agadir ist in zwanzig Minuten erreicht, wenn Sie Lust auf eine Stadt haben.

Arbeiten von der Küste aus

Ein Monat an der Küste ist heute normal. Es funktioniert, wenn Sie wissen, was Sie erwartet. Taghazout ist ein Dorf: Gute Internetverbindungen liefern die Gästehäuser und Hotels, die damit werben. nach Möglichkeit testen Sie den Zugang direkt im Zimmer, Hanglage und dicke Wände sind entscheidend. Im nahen Agadir gibt es stabilere, schnellere Verbindungen, Co-Working und große Geschäfte.

Zwei weitere Tipps helfen: Kaufen Sie Ihr Datenpaket vor der Fahrt an die Küste, entweder am Flughafen oder in Agadir, denn im Dorf ist abends nichts mehr zu bekommen. Und nehmen Sie hin, dass der Tagesablauf vom Wellenbericht statt vom Kalender bestimmt wird: Die ruhigste Arbeitszeit ist die Mittagszeit, wenn alle anderen schlafen.

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