Südafrika ist weiter auf dem Weg zur bargeldlosen Gesellschaft als fast jedes andere afrikanische Reiseland, das Besucher aus Europa oder Nordamerika kennen. Eine Karte oder ein Handy zum Bezahlen zu zücken ist normal, für den Kaffee, das Benzin oder den Einkauf im Supermarkt. Das Land hat seit Jahrzehnten eine ausgebaute Karteninfrastruktur.
Was bleibt, und worauf Sie sich einstellen können, ist eine kleine Parallelwelt, die weiterhin mit Bargeld funktioniert.
Der Rand
Ein Rand ist in 100 Cent unterteilt, und Preise werden mit einem R geschrieben. R150 sind also hundertfünfzig Rand. Da die Münzen mit geringem Wert seit Jahren praktisch nichts mehr wert waren, wurden die kleinsten Stückelungen eingestellt, Alltagspreise werden heute in der Regel in vollen Rand, meist auf Zehner gerundet, angegeben.
Der Rand ist frei handelbar. Sie können ihn also zu Hause kaufen, am Flughafen wechseln oder einfach Ihre Karte nutzen und Ihre Bank den Umrechnungskurs wählen lassen. Die Beschaffung ist unkompliziert. Sie müssen nur auf den Kurs achten.
Was Dinge kosten
Gemessen an Westeuropa oder Nordamerika ist Südafrika für Besucher günstig, aber für die Menschen vor Ort teuer, ein Umstand, den Sie beim Trinkgeld mitbedenken können.
Kaffee, Bier, Sandwich: moderat. Ein Restaurantessen in der Stadt: angemessen. Benzin, zentral für jede Rundreise: günstig aus europäischer Sicht, lokal aber häufig Grund zum Klagen. Eintritt in Nationalparks: für Besucher kalkuliert und eine der größeren Einzelpositionen einer Safari. Unterkünfte gibt es in extrem breiter Preisstaffelung, vom Hostelbett bis zur privaten Safari-Lodge, die mehr kostet als ein Monat aller anderen Ausgaben zusammen.
Umrechnen im Kopf
Das folgende Widget zeigt einen Tages-Referenzkurs, eine ungefähre Orientierung. Ihre Bank wird Ihnen einen etwas schlechteren Kurs berechnen, bei Kartenzahlung kommt meist noch ein kleiner Aufschlag dazu.
Prägen Sie sich ein, was Sie für hundert Rand bekommen. Wenn Sie wissen, dass hundert Rand ein Kaffee plus Gebäck, zwei Bier oder eine kurze Taxifahrt sind, können Sie die Preise auf einer Speisekarte blitzschnell einschätzen.
Karten und wie Sie praktisch bezahlen
Zahlen Sie so viel wie möglich mit Karte. Kontaktlos, wo möglich, das geht schneller und Ihre Karte bleibt kürzer aus der Hand.
Zwei Angewohnheiten sparen Geld: Lassen Sie sich immer in Rand belasten, wenn ein Terminal fragt, und meiden Sie die eigene Landeswährung als Abrechnungsoption, der Kurs am Terminal ist fast immer schlechter als der Ihrer Bank. Heben Sie einen sinnvollen Betrag am Automaten lieber auf einmal ab, nicht mehrmals kleine Summen, für jede Abhebung wird getrennt eine Gebühr fällig.
Bargeld und wo es noch zählt
Bargeld bleibt für vier Situationen relevant, alle eher klein: Für Trinkgeld. Für Parkplatzwächter, die in vielen Gegenden das Auto im Auge behalten und ein paar Rand erwarten. Für den Tankwart, denn an Südafrikas Tankstellen gilt in der Regel Vollservice. Und bei einigen informellen Händlern auf Märkten und an Straßenständen.
Ein paar hundert Rand in kleinen Scheinen reichen dafür oft für mehrere Tage. Was Sie vermeiden sollten, ist ein großes Bargeldpolster, das erhöht nur das Risiko und ist nicht nötig.
Geldautomaten sinnvoll nutzen
Geldautomaten gibt es überall, und es gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie in anderen Ländern auch. Nutzen Sie einen Automaten im Inneren einer Bank, eines Einkaufszentrums oder einer Tankstelle, wenn möglich tagsüber. Lehnen Sie Hilfe von Fremden freundlich ab. Wenn der Schlitz locker wirkt oder der Automat sich ungewöhnlich verhält, wählen Sie ohne zu zögern einen anderen.
Skimming kommt in Südafrika wie anderswo vor. Wer das Tastenfeld abdeckt und das Gerät prüft, hat den wichtigsten Schutz schon. Bewahren Sie Ihre Karten in getrennten Taschen auf, so ist ein verlorenes Portemonnaie ärgerlich, aber nicht das Ende Ihrer Reisekasse.
Trinkgeld
Trinkgeld ist üblich, und die Beträge sind klar: Zehn bis fünfzehn Prozent im Restaurant, wobei Sie auf der Rechnung prüfen sollten, ob der Service schon abgerechnet wurde. Ein paar Rand für den Parkplatzwächter. Ebenfalls ein paar Rand für den Tankwart. Und ein Trinkgeld für Guide oder Fahrer am Ende des Tages.
Noch ein Tipp, ganz lokal: Kartenzahlung ist in Südafrika nicht bloß bequem, sondern normal. Wer auf Bargeld besteht, fällt eher auf als jemand, der kontaktlos zahlt. Heben Sie sich den kleinen Bargeldbetrag für die Ausnahmen auf und machen Sie den Rest einfach mit Ihrer Karte.
Wenn Sie Ihre Datennutzung noch planen: Eine eSIM für Südafrika ist möglich, und wo das Netz reicht erklärt die Netzabdeckung.