Südafrika hat einen schlechteren Ruf, als es verdient, und ein lockeres Image, das nicht ganz zutrifft. Das Land ist groß, landschaftlich eindrucksvoll, meistens gut zu bereisen und hat ein Kriminalitätsproblem, das real, regional sehr unterschiedlich und mit einfachen Gewohnheiten oft vermeidbar ist.
Die Besucher, die unangenehme Erlebnisse haben, sind meist diejenigen, die das Land wie Europa behandelt haben.
- Amtssprachen
- 12
- Seite, auf der gefahren wird
- Links
- Trinkgeld im Restaurant
- 10 bis 15%
Sicherheit, praktisch erklärt
Gehen Sie von dem aus, was stimmt, nicht von dem, was Angst macht. Südafrika hat im Vergleich zu Westeuropa eine hohe Rate an Gewaltkriminalität, die sich auf bestimmte Orte und Situationen konzentriert. Die klassischen Reiserouten, Nationalparks, Weinanbaugebiete und Küstenorte sind nicht so gefährlich, wie Statistiken vermuten lassen. Die Situationen, in denen etwas passiert, sind vorhersehbar.
Diese Regeln befolgen Einheimische:
Gehen Sie nach Einbruch der Dunkelheit nicht allein durch die Stadt, und niemals allein durch unbekannte Gegenden, auch tagsüber nicht. Fahren Sie selbst oder nehmen Sie ein Fahrdienstauto.
Handys und Kameras nicht offen in der Hand halten, vor allem in belebten Straßen. Ein Handy aus der Hand zu greifen ist der häufigste Diebstahl.
Nutzen Sie eine Fahrdienst-App statt eines Taxis von der Straße, besonders nachts und insbesondere am Flughafen, wo inoffizielle Fahrer ankommende Reisende ansprechen.
Im Auto immer Türen verriegeln und Fenster schließen, besonders bei langsamem Verkehr oder an Kreuzungen.
Im Falle eines Überfalls geben Sie ab, was verlangt wird. Für keinen Gegenstand lohnt sich Gegenwehr.
All das ist kein Geheimnis, sondern Alltag für Einheimische.

Autofahren, und warum die Route daran hängt
In Südafrika wird links gefahren. Die Straßen sind meist gut, Sprit ist günstig und an fast allen Tankstellen wird man bedient, jemand tankt, prüft die Reifen und wischt die Scheiben, während Sie sitzen bleiben. Ein paar Rand Trinkgeld sind üblich.
Auf den Hauptstraßen gibt es Maut, die Zahlung mit Karte ist Standard. Geschwindigkeiten werden kontrolliert, manchmal durch Blitzer in nicht erkennbaren Fahrzeugen. Die Distanzen sind groß: Was auf der Karte nach einer Zwei-Stunden-Fahrt aussieht, kann locker doppelt so lange dauern.
Die Frage, die Ihren Reiseplan prägt, ist also: Fahren oder nicht fahren?
Selbst fahren oder als geführte Reise?
Sind Sie bereit, auf der linken Straßenseite zu fahren?
Besteht Ihre Reise vor allem aus einer Route, z.B. die Garden Route oder eine Selbstfahrer-Safari?
Auto mieten
Auf einer Strecke bietet ein Auto Freiheit. Sprit ist günstig, Tankstellen werden bedient, und Sie halten, wo Sie möchten. Buchen Sie ein Automatikfahrzeug, wenn Sie auf der linken Seite nicht an Schaltgetriebe gewöhnt sind.
In einer Stadt bleiben und Fahrdienste nutzen
Kapstadt und Johannesburg lassen sich beide gut mehrere Tage ohne eigenes Auto erkunden. Parken, Stau und Einbahnstraßen machen Autofahren in der Stadt eher lästig.
Geführte Reise buchen
Wenn Sie nicht links fahren möchten, nimmt eine geführte Gruppenreise oder ein Fahrer-Guide diese Frage komplett ab, meist günstiger als erwartet, wenn Sie teilen.
Gesundheit und die Malariafrage
Der einzig relevante Gesundheitsaspekt, der Reisepläne ändert, ist Malaria. Im Lowveld von Mpumalanga und Limpopo, dazu zählt auch der Kruger Nationalpark und einzelne Orte in der Umgebung, besteht Risiko, und es ist saisonabhängig. Kapstadt, Garden Route, Johannesburg und die Drakensberge sind keine Malariagebiete.
Suchen Sie eine reisemedizinische Beratung nach Möglichkeit vor der Buchung. Die Antwort entscheidet, ob ein Safari-Park zur Option wird oder ob Malariatabletten auf die Packliste müssen.
Sonst gilt wie überall: Leitungswasser ist in Städten sicher. Die Sonne ist sehr kräftig. Die Höhenlage auf dem Highveld braucht einen Tag zur Eingewöhnung. Eine Reiseversicherung ist besonders wichtig, weil ein Unfall in einer abgelegenen Region weit von einem guten Krankenhaus entfernt sein kann.
Geld, Trinkgeld und Tagesrhythmus
Karten werden fast überall akzeptiert, auch am Marktstand, und kontaktloses Bezahlen ist üblich. Bargeld wird vor allem für Trinkgeld, Parkwächter und einige informelle Händler gebraucht. Was der Rand wert ist erklärt Details, auch das System mit Parkwächtern in Städten, das viele Besucher zunächst verwirrt.
Im Restaurant liegt das Trinkgeld bei zehn bis fünfzehn Prozent, ein paar Rand für Parkwächter oder den Tankstellenbediener, und zum Tagesabschluss etwas für einen Guide.
Was das Land gut kann, und was überrascht
Zwei Dinge überraschen Reisende immer wieder positiv.
Erstens das Essen. Südafrika isst ausgezeichnet, vom Braai im Hinterhof über kap-malaiische Küche im Bo-Kaap bis zur Weinkarte in Stellenbosch, die in Europa ein Vielfaches kosten würde. Die Winelands lohnen sich als eigenes Ziel, und nicht als schneller Abstecher von Kapstadt.
Zweitens die Infrastruktur. In den Städten und entlang der klassischen Reiserouten ist sie wirklich gut: Straßen, Krankenhäuser, Shoppingcenter, Cafés, Mobilfunk und Kartenzahlung haben europäisches Niveau. Die Zeiten, als man fast alles mitschleppen musste, sind vorbei. Aber: Die Qualität ist nicht überall gleich. Im selben Land, das in Kapstadt Spitzenkrankenhäuser hat, gibt es ländliche Kliniken mit Schwierigkeiten, beides zu erleben, gehört zum Kennenlernen dazu.
Drittens: Das Wetter, das wegen der Größe Südafrikas oft unterschätzt wird. Kapstadt ist im Winter so nass und kühl, dass man eine richtige Jacke braucht. Johannesburg ist tagsüber sonnig, nachts im Winter aber fast frostig. Durban ist immer feuchtwarm. Wer für Südafrika packt, packt für ein Land, nicht für ein Klima.
Distanzen, und was alle falsch machen
Praktische Ausrüstung für Südafrika
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Südafrika ist etwa doppelt so groß wie Frankreich, hat aber viel weniger Straßen. Von Kapstadt nach Johannesburg fliegt man zwei Stunden oder fährt vierzehn. Für die Garden Route plant man mehrere Tage, nicht einen kurzen Abstecher.
Das Ergebnis: Fast jeder Erstlings-Plan ist zu voll. Eine Station weniger und dafür zwei Nächte mehr pro Ziel, diese Änderung macht oft den Unterschied zwischen einer guten und einer sehr gelungenen Reise.
Falls Sie sich noch nicht um die Online-Nutzung im Ausland gekümmert haben: Eine eSIM für Südafrika erklärt den Einstieg, und wo die Netze reichen hilft, wenn es um die Mobilfunkabdeckung geht.




